Predigten

Predigten von Gottesdiensten der Evang-Luth. Kirchengemeinde Eysölden.

 

Sonntag / Feiertag: 1. Weihnachtstag
Datum: 25. Dezember 2018
Predigttext (Fundstelle): Johannes 1,1–5.9–14
Wochenlied: EG 23: Gelobet seist du, Jesu Christ

Am 1. Weihnachtstag fand in Eysölden kein Gottesdienst statt. Der Predigttext wäre gewesen: Johannes 1,1–5.9–14:

Das Wort

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Sonntag / Feiertag: Heiligabend
Datum: 24. Dezember 2018
Gottesdienst gehalten von: Pfarrer Dr. Frank Zimmer
Wochenlied: EG 46: Stille Nacht, heilige Nacht!

Emanuel Lasker - Der Schachspieler und das Christkind

I. Otto von Eulenberg

Es war Heiligabend. Den ganzen Tag über blies ein kalter Wind, und nun hatte es angefangen zu schneien. Tausende von Schneeflocken bedeckten langsam das kleine Dorf, wo der reiche und schon etwas in die Jahre gekommene Gutsbesitzer Otto von Eulenberg lebte.

Otto saß in seinem Sessel nahe dem knisternden Kamin und beobachte die weiße Pracht, die vom Himmel fiel. Er mochte den Schnee auf seinen Feldern. Dadurch würde es im nächsten Jahr eine noch reichere Ernte geben. Es war schön und warm in seiner Stube. Auf dem Tisch stand ein Schachbrett mit allen Figuren in der Ausgangsposition, auf den weißen und schwarzen Feldern.

Sonntag / Feiertag: 4. Advent
Datum: 23. Dezember 2018
Gottesdienst gehalten von: Pfarrer Thomas Lorenz
Predigttext (Fundstelle): Lukas 1,39–56
Wochenlied: EG 9: Nun jauchzet, all ihr Frommen

Marias Besuch bei Elisabeth (Mariä Heimsuchung)

Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn.

Marias Lobgesang

Und Maria sprach:
Meine Seele erhebt den Herrn,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;

denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.

Denn er hat große Dinge an mir getan,
der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

Und seine Barmherzigkeit währet für und für
bei denen, die ihn fürchten.

Er übt Gewalt mit seinem Arm
und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

Er stößt die Gewaltigen vom Thron
und erhebt die Niedrigen.

Die Hungrigen füllt er mit Gütern
und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er gedenkt der Barmherzigkeit
und hilft seinem Diener Israel auf,

wie er geredet hat zu unsern Vätern,
Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.

Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Sonntag / Feiertag: 3. Advent
Datum: 16. Dezember 2018
Gottesdienst gehalten von: Lektor Rudi Obermeyer
Predigttext (Fundstelle): Jesaja 40,1–8
Wochenlied: EG 10: Mit Ernst, oh Menschenkinder

Des Herrn tröstendes Wort für sein Volk

Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat die volle Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.

Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat's geredet.

Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.

Sonntag / Feiertag: 2. Advent
Datum: 9. Dezember 2018
Predigttext (Fundstelle): Jesaja 35,3–10
Wochenlied: EG 7: O Heiland, reiß die Himmel auf

Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.«

Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.

Und es wird dort eine Bahn sein und ein Weg, der der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren. Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.

Allgemeine Hinweise zu Predigten

Es gilt das gesprochene Wort
Bei den ins Netz gestellten Predigtfassungen handelt es sich oft lediglich um ausformulierte Konzepte. Das bedeutet, dass die im Gottesdienst tatsächlich gehaltenen Predigten unter Umständen im Wortlaut mehr oder weniger stark davon abweichen können. Im Zweifelsfall ist nur das gesprochene Wort maßgebend.

Die Predigttexte sind, falls nicht anders angegeben, mit freundlicher Genehmigung des Verlags entnommen aus: Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers in der revidierten Fassung von 2017.
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