Mit einem festlichen Gottesdienst und unter den Klängen des Posauenchors wurde am Samstag unser Pfarrer Oliver Schmidt von der Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern ordiniert und vom stellvertretenden Dekan Dr. Frank Zimmer in sein Amt als Pfarrer eingeführt. Oliver Schmidt wurde zusammen mit seinem früheren Studienkollegen Jonathan Steensen ordiniert. Dieser ist seit 1. März als Pfarrer in Osternohe tätig.

Elisabeth Hann von Weyhern spannte in ihrer Predigt einen weiten Bogen und begann mit der Taufe, bei der Gott sein „Ja“ zu uns gesprochen habe, noch bevor wir „Ja“ sagen können. Auf diesem „Ja“ beruhe die Ordination. Diese sei keine „geistliche Bonusaktion“ und vermittle keine besondere Gnade oder Heiligkeit. Wer heute als Pfarrer arbeite, lebe nicht mit Sonderbehandlung, sondern nahe an den Menschen, für die sie als Seelsorger da sein sollen und tun Dinge, die auch über die eigene Kraft hinausgehen könnten. Auch wer sich innerlich berufen zum Amt des Pfarrers fühle, fühle Zweifel und Ängste. Aber auch hier spreche Gott sein „Ja“ zu uns. Er werde bei uns sein, auch wenn wir Zweifel haben. Die Regionalbischöfin ging in ihrer Predigt auch auf die Biographien der beiden Pfarrer ein. So wurde Jonathan Steensen als Sohn eines Pfarrerehepaars geboren und arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit zum Gemeindeleben, weshalb er in Osternohe eine Halbtagsstelle begleitet. Ganz anders dagegen der Werdegang von Oliver Schmidt, der sich während des Geschichtsstudiums eine Bibel kaufte, zum Glauben an Jesus Christus fand und dann erst Theologie studierte. „Zu ihnen kommt einer, der weiß wie es um die Kirche steht!“, so die Regionalbischöfin an die Gemeinden. „Diese Unterschiedlichkeit ist der Reichtum unserer Kirche!“

Bei der eigentlichen Ordination -der Beauftragung zum geistlichen Amt- hatte sich Oliver Schmidt für vier Kandidaten aus seiner "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" entschieden, die ihm durch Handauflegung stärken sollten. Dies waren die Vertrauensleute der Kirchenvorstände aus Eysölden und Offenbau Birgit Eckerlein und Christian Schnell sowie die Pfarrerin aus Pleinfeld Sibylle Bloch stellvertretend für die Ausbildungszeit als Vikar und der Pfarrer Reinhold Friedrich aus Burgsalach und Oberhochstatt als geistiger Mentor.

„Lieber Oliver, du bist hier wahrlich willkommen“ schickte Dr. Frank Zimmer bei seiner Einführung in das Amt des Eysöldener Pfarrers voraus und an die Gemeinden gerichtet: „Haltet den Dienst, den er euch tut, in Ehren!“ Danach übernahmen die beiden frisch Ordinierten die Abendmahlsliturgie und gestalteten den Gottesdienst bis zum Ende.

Beim anschließenden Empfang in der TSV-Turnhalle, trafen sich die etwa 250 Gemeindemitglieder aus Eysölden, Offenbau und den Nachbargemeinden sowie Gäste aus Osternohe, Pleinfeld und Augsburg erst einmal am üppig gedeckten Büffet. Dekan Dr. Zimmer moderierte launig die Beiträge und Grußworte und der Posaunenchor sorgte für die musikalische Umrahmung der Gedanken.

„Einfach spitze, dass Du da bist!“ sangen die Kindergottesdienstkinder zur Begrüßung. Landrat Herbert Eckstein hieß Oliver Schmidt in „einer Gemeinde mit einem großen Innenleben“ willkommen und freute sich über einen weiteren Club-Fan. Bürgermeister und Bayern-Fan Georg Küttinger freute sich, dass wieder ein direkter Ansprechpartner vor Ort sei und dass sich ein so junger Pfarrer beworben habe.

„Wir haben nicht den Thomas ausgetauscht, sondern einen Oliver bekommen. Mach Dein Ding, Du wirst es gut machen!“ gab ihm der Senior im Dekanat Weißenburg Hans Rohmer mit auf den Weg. Pfarrerin Beate Krauß wünschte den beiden Ordinierten, dass ihr Dienst gebraucht werde und fruchte und erinnerte daran, dass bereits nächste Woche der Alltag beginne mit Religionsunterricht, Konfirmandenarbeit und Gottesdiensten. Sie wünschte schöne spannende Momente im Pfarralltag und verschenkte eine Handglocke als „Kirche to go“ für diese Alltagsmomente. Ein besonderer Dank an Frau Krauß gab es anschließend von Christian Schnell für die „glänzende“ Vakanzvertretung. Die Zusammenarbeit habe Spaß gemacht. Birgit Eckerlein hob in ihrem Grußwort den besonderen Moment hervor, da dies erst die zweite Ordination in der Eysöldener Kirchengeschichte gewesen sei. „Besser kann es wohl nicht laufen“ stellte sie fest, da nach nur 5 Monaten die Pfarrstelle wieder besetzt sei. „Was vor dir liegt, wird niemals größer sein, als Gott, der hinter dir steht!“ gab sie Oliver Schmidt mit auf den Weg.

Gelbe und rote Gerbera bekam Oliver Schmidt anschließend aus den Händen „seiner“ Präparanden und Konfirmanden aus beiden Gemeinden und hatte so am Ende einen ansehnlichen Blumenstrauß in der Hand.

Zum Schluss hatten die beiden „Jungpfarrer" das Wort und dankten den anwesenden Gästen. Pfarrer Schmidt berichtete von der Aufregung beim Umzug in die neue Wohnung am Gemeindetreff St. Thomas und von der herzlichen Aufnahme in die neue Umgebung inklusive einem angebrochenen Karton Krapfen von den „Eysöldener Mädels“ am Faschingsdienstag.

Als ersten Gottesdienst wird Pfarrer Oliver Schmidt am Samstag dem 16. März um 19 Uhr eine Abendandacht halten.

Bericht und Bilder: Dieter Bubenberger

 Kirchenzug in die Pfarrkirche St. Thomas und St. Ägidius

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Die Ordination und Installation von Herrn Oliver Schmidt und einem weiteren Pfarrer

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Empfang in der TSV-Sporthalle

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